Tag 2 Die Fahrt nach Vernon
Wir fahren Heute die Strecke durch das südliche British Columbia.
Ein
Blick auf das Navigationsgerät verrät uns eine Strecke von ca. 300
Kilometern. Der Weg führt uns auf der 1 entlang an den Orten Chilliwack -
Hope - Lytton - Kamloops - nach Vernon.
Hatten wir einen Plan?
Nicht wirklich, bis Edda der Reiseführer in die Hände fällt und damit
ist das Schicksal besiegelt, auch dieser Tag sollte spannend werden.
"Schatzi,
da gibt es eine schönere gebührenfreie Alternativstrecke zur Autobahn,
sollen wir die nehmen, die steht da auch im Reiseführer"
"Mann"
achte bei diesen Worten auf sogenannte Schlüsselwörter wie "Schatzi" -
"Alternativ" - "die kostet nichts"- "wir" - "steht da", wer kann da
wiedersprechen.
Was wir Frauen damit sagen wollen "Alter fahr" -
"Du Lenkrad, ich Plan" "denkst du ich kann nicht lesen?" "ja, Nummern
kann ich auch" "ach, da war oben?" "ich dachte das war das
Schnittmuster, echt die Entfernung?"
Nun gut alles, was auf ein kleines Stück Papier passt, ist echt geduldig. Ändere den Plan und behaupte: das muss so.
In
Canada finden sich am Straßenrand ausschließlich gut sichtbare gelbe
Hinweisschilder, von Achtung Schulbus über rückwärtsrollender
Baumstamm-LKW, Steinschlag, über (wie in diesem Fall) Typ auf Traktor
gibt es alles. Das lustige war 100 Meter später steht ein Traktor mit
Typ auf dem Feld, ob das sein privates Schild war und er holt es Abends
rein?
Wir
durchqueren Farmland, grüne satte Weidelandschaft, fette schwarze Kühe,
idyllische Heuschober, so wie der Deutsche Reisende das erwartet ;)
Hell's
Gate, eine nette Touri-Attraktion mit absinkender Seilbahn, war uns mit
21 Dollar pro Nase zu Hell-mäßig. Böse Zungen behaupten jetzt wir
hätten Angst gehabt uns in luftige Höhen zu begeben, pfff alles nur Geschwätz.
Und
endlich, da ist sie meine erste Canada-Fahne, von wegen am Flughafen
ist immer eine, da könnt ihr euch vor fotografieren lassen...
Tief ins Tal geht es hinunter mit der Gondel, die 25 Personen fassen soll. Und wenn alles gut geht auch wieder hoch bringt.
Tief ins Tal geht es hinunter mit der Gondel, die 25 Personen fassen soll. Und wenn alles gut geht auch wieder hoch bringt.
So haben wir uns Canada vorgestellt.
Ortstemperaturen liegen heute bei gefühlten 35 Grad, nur die Klimaanlage hält uns frisch.
Nun aber weiter, entlang des Fraser River. Wir passieren typische Kleinstädte.
Und natürlich werden solche Traumstraßen auch von den freundlichen Kuttenträgern frequentiert, hier wird sich gegrüßt, man fährt im Konvoi zu 20-30 Motorrädern und, wie erwartet, keinen störts.
Das häufigste Fortbewegungsmittel ist und bleibt jedoch das gute Auto und hier zählt, wie in diesem Land zu erwarten ist, die Größe.
Chrysler, Dodge, Chevrolet - groß - fett - Puschen, mit einem Sound, dass jedem canadischen Elch ganz blass um die Nase wird ziehen sie links an uns vorbei oder auch mal rechts, denn dass ist hier erlaubt.
Reißend der Fluss unter uns, Stromschnellen werfen den typischen Schaum auf. Ein Paradies für jeden Kanuten. Viele sehen wir mit dem typischen Boot auf dem Dach.
Landschaft - soweit das Auge reicht Berge, Bäume, Wolken und ein kobaldblauer Himmel, wie aus dem Reiseführer.

Aber auch jede Menge freie offene Fläche in dem dichten Nadelwäldern, hmmmm.
Sie wirken wie Modlandschaften, den Erdrutschen freigegeben.

Auf einer schier endlosen Strecke begleitet uns ein Kilometerlanger Zug, keiner will die Wagons zählen, wir begnügen uns mit eine Foto.
Die Landschaft wechselt schnell mal das Gesicht, ein Wunder dass meine kleine neue Nikon das alles mitmacht ;)
Das mag ein viertel des Zuges sein!
Ja, Tiere haben die da auch! Und ne Kuh aufm Foto ist besser, als gar kein Elch oder?
Ab und zu gibt ein wenig Industrie meist Fischerei oder Rohstoffabbau oder Landwirtschaft.
Aber egal ob Arbeit oder nicht nen fetten Wagen haben die Canadier fast alle.
Ein Lake jagd den anderen...
...und ab und an versucht mal jemand etwas an den Mann zu bringen. Wohlgemerkt Einöde seid Kilometern und dann frisches Obst, dass auf seinen Abnehmer wartet und wartet und wartet.
Aber nun ihr Lieben ist erst mal Schluss für Heute, es ist 0:01 Uhr (9:00 Uhr in de Früh bei euch) und meine Männer schnarchen schon selig seid Stunden.
Morgen folgt Teil 2 unserer Etappe bis Vernon mit den spannenden Fragen, haben wir unser Ziel erreicht ohne uns zu verfahren und wenn ja, wer war schuld daran? Soviel kann ich verraten 4 Stimmen im Auto ist eine zu viel. Schon gespannt, dann bis in 24 Stunden.
Tag 3 Die Fahrt nach Vernon und die Ankunft im Hotel
Guten Morgen ihr lieben Canada-Begleiter,
bei euch in Deutschland ist es gerade 17:15 Uhr, wir sind gerade erst aufgestanden.
Montag morgen 8:16 Uhr, mein Macbook ist da sehr konsequent, im Gegensatz zu meinem Reisewecker versteht es hervorragend die korrekte Zeit anzuzeigen.
Heute morgen habe ich Abbitte bei meinem Mann geleistet, wir werde besser vorbereitet und vor allem gefrühstückt in jeden weiteren Tag unserer Reise gehen und werden dafür mit einem "Happy Birthday Canada" aus dem Fernseher begrüßt. Somit ist klar auch unser Sprössling ist schon wach und schaut canadische Gameshows (sonst lernt man die Sprache ja nie, AHA!) auf dem Flatscreen der über dem Kamin angebracht ist.
Heute ist der wichtigste Feiertag des Jahres in Canada und alle Geschäfte geschlossen. Wenn man bedenkt, dass wir gestern in einem Supermarkt eingekauft haben und es war Sonntag, aber das zu gleich mehr...
Spätestens in Lytton war mir klar, da stimmt etwas mit den Kartenproportionen nicht, äh das ist doch nur ein Zentimeter auf der Karte (jetzt denkt wieder die Frau in mir) das kann ja nicht so weit sein oder?
Schatzi, wir sind gleich auf der Hälfte, die Frage ist nur Hälfte wovon, vom Tag? Dazu muss man sagen unser Frühstück bestand aus einer autowarmen Landjäger, 1,5 pappigen Laugenstangen vom Bahnhof in Hannover (gefunden in einem Rucksack - ey lieber Zoll, dürfen solche Lebensmittel überhaupt in Canada eingeführt werden?), Cola Zero (sonst mal ok zum Frühstück eher grenzwertig), übersüßen Hannoverwaffeln (nicht mein Fall), Kekse aus dem Flugzeug.
Doch dann ein Lichtblick, ein größerer Ort Kanloops Industriegebiet, Rechts raus, rein in den vermeintlichen Supermarkt, eine freundliche Frau wies und daraufhin an das wäre ein Markt für Kartenkunden, natürlich gibt es eine Temporary-Card. Logo stellen wir uns an, wir haben Hunger.
Netter Smalltalk mit dem jungen Mann am Schalter, ach ja aus Hannover, er war schon mal in Baden. Mit der echt schlechten Kopie eines A6 Zettels dringen wir also weiter vor in die Tiefen eines sogenannten Warehouse. Hier stapelt sich Ware und schnell wird uns klar, wo Autoreifen neben Gefrierboxen gigantischen Ausmaßes neben Flatscreens und abgepacktem Mett zu 50 Kilo auf größenliebende Canadier warten sind wir deplaziert. Die Metro ist nix dagegen, schnell sind wir überfordert - vor allem von den Preisen. Nie habe ich Lebensmittel teurer gesehen, da schaffen auch keine Großpackungen Abhilfe.
Der Schreck sitzt tief und somit beschließen wir nur eine Kühlbox zu erstehen, die unsere nicht erworbenen Einkäufe von einem Hotel zum anderen transportieren wird. Leider ist auch diese XXL, dafür auf Transportrollen im Caddystyle. Schnell raus hier, am Ausgang freundliches Lächeln über unsere zahlreichen Einkäufe... kommt ihr mal nach Deutschland!
Wir beschließen das letzte Stück von Kanloop nach Vernon schaffen wir nun auch noch ungesättigt, schließlich sind es nur wenige Millimeter auf der Karte (verzeih mir Schatzi).
Vernon empfängt uns mit einem Mammutindustriegebiet, hier reiht sicht McDonnalds an Kentuckey an Tim Horton, und Leute ich sage euch mit leerem Magen schmeckt alles nach Gourmet.
Dann eine Shopping-Mall, ok das sieht schon besser aus, gebranntes Kind scheut den Supermarkt tasten wir uns erst einmal an den Regalen entlang. Zögerlich legen wir Essbares in den Wagen, an die Preise mussman sich echt gewöhnen. Erdbeermarmelade für 7,95 Dollar, 2 Baguette für 3 Dollar, dafür gibt es Margerine nur in XXL ich sah Portionen zu 3 Kilogramm, sah aus wie Langnese-Eisverpackungen ;)
Beeindruckend sind Gänge von gigantischen Ausmaßen - Süßigkeiten zum Abfüllen. Ich bin beeindruckt. Wir verlassen den Laden mit 65 Dollar weniger und genießen ein Gespräch an der Kassen mit einer netten Kassiererin, die angelernt wird, wie auf ihrem Schildchen steht, aha Hannover, den Wortwechsel kennen wir schon. Und dann geschieht für mich Unerwartetes: die gekauften Waren werden von ihr beim Kassieren in Tüten verpackt und selber in unseren Wagen gestellt, ich bin platt und mein Gesicht spricht Bände. Wir loben den Service und die Rückfrage ob das in Deutschland nicht auch so sei, lässt uns lächeln.
Boh ey, ist der Ausdruck, der hier zu Allem passt, groß, größer, XXL. Lediglich einen Mini habe ich gesehen, aber das kann auch ein Ausländer gewesen sein. Die Canadier tun immer so, als müssen sie demnächst Elche auf ihrer Ladefläche transportieren. Würden sie natürlich nie tun, denn die Wagen sind fast ausnahmslos neuwertig.
Vernon liegt, wie nicht anders zu erwarten, eingebettet in einer sanften Hügellandschaft. Natürlich an blauen Seen, schlängelnde Straßen schmiegen sich in Täler und verlängern die ausgerechneten Kilometer zu einem gestreckten Schaukeln. Immer noch überholt uns jeder Canadier, die können einfach schon besser mit der Fahrsituation umgehen, aber wartet mal ab, uns verbleiben noch 19 Tage...
Noch 10 Meilen, dann haben sie ihren Zielort erreicht, verrät die freundliche Stimme. Hinein ins Hinterland, ist es hier plötzlich sattgrün und dann steht uns der Mund offen, etwa das da?
Unfassbar schön liegt es da, malerisch dahingestreckt (diesen Ausdruck habe ich extra für Canada aufgehoben) - unser "The Predator Ridge", seines Namens GOLF-CLUB-Ressort.
Uns erwartet professionelle Höflichkeit beim Checkin, entweder ignoriert der junge Mann meine türkisfarbenen Crocks, die aussehen wie Badelatschen, oder er ist Kummer gewohnt.
Schon meim Betreten der Lobby denke ich (ganz die Frau in mir) oh Gott, ich habe gar nichts Passendes anzuziehen und selbst wenn, in welchem Koffer befindet sich das?
Noch ein freundlicher Hinweis auf die Golfgepflogenheiten hier im Hotel, da wäre ein Shop der würde uns Sachen leihen. Ok die Crocks haben doch Eindruck gemacht ;)
Man stelle sich Christian und mich auf dem Putting-Green vor, edel in Lacoste gehüllt.
Noch ein freundlicher Hinweis auf die Golfgepflogenheiten hier im Hotel, da wäre ein Shop der würde uns Sachen leihen. Ok die Crocks haben doch Eindruck gemacht ;)
Man stelle sich Christian und mich auf dem Putting-Green vor, edel in Lacoste gehüllt.
Wir betreten die Räume, in denen wir in den nächsten 2 Tagen hofieren werden. Selbst mein schriller Schrei, erst das Foto, erst das Foto kann meinen Herrn Sohn nicht davon abbringen in hohen Bogen auf das XXL-Bett zu springen, och Menno!
Nun gut schnell die Laken geradegezupft, ich ernte einen unverständlichen Blick aus den Augen eines 17jährigen Teenagers, der mir bestätigt - Mama du spinnst ja.
Hier lässt es sich kochen, eine voll eingerichtete Kücke mit XXL-Kühlschrank und einem Raumklima von 22 Grad empfängt uns.
Die Innenaufnahmen sind nicht die eines gefassten Profis, verzeiht mir, dass meine Hand vor Freude zitterte, soll nicht wieder vorkommen, aber es sieht hier wirklich aus wie im Flyer und wann kommt das schon mal vor. Ich weiß wovon ich spreche, ist doch sonst alles nur Retusche.
Die Mulde war bei der Ankunft nicht drin ;)
Hinter dem Bett eine halbhohe Wand hinter welcher sich das große Bad befindet. Und haltet euch fest auch ein Whirlpool mit Blick auf die Berge. Was will man mehr!
Ein zweites kleineres Bad schließt den zweiten Schlafraum in seiner Perfektion ab. Hier lässt es sich aushalten.
Schnell noch die teuren Einkäuf in den Kühlschrank gepackt. Der Blog hält mich bis 0:01 wach, meine Männer dagegen liegen schon in verdienten Schlaf.
Gute Nacht Canada, bist du morgen Früh immer noch da? Ich kann es kaum glauben.
Wir freuen uns auf dich!
Die Canadierin
Heute bleiben wir faul zu Hause, ist ja auch kaum auszuhalten bei Außentemperaturen von 40 Grad.

Was die Canadischen Geschäftsleute nicht davon abhält mit den kleinen rosafarbenen Elektro-Caddy hinauszufahren um weiße Bällchen übers Green zu putten. Der frühe Vogel kann die mal - die waren schon um 7.00 Uhr munter.
Dazu muss man bemerken, dass nicht nur die Damen und Herren in Weiß wach sind, sondern auch die eifrigen Herren in Neon. Prozedur wie im Lehrbuch, Gast fährt vor - Jüngelchen stürmt heran - reißt die Wagentür auf - eilt zum Kofferraum und entnimmt das Golfbag. Beides, der Gast und der Bag, legt den 2 Meterweg zum Elektrocaddy zurück, der inzwischen vorgefahren wird. Natürlich frisch betankt, mit - haltet euch fest - Eis. Dieses kommt in die kleine Kühlbox linker Hand am Caddy.
Es folgt Beladen und restliche Betankung mit was auch immer der Gast mitzuführen wünscht. Nur einsteigen muss der Gast noch selber - ey geht eigentlich gar nicht. Wenn ich recht überlege, ich habe keinen roten Teppich gesehen, echt arm, aber vielleicht ist der in Canada grün! Die Damen fahren übrigens Pink und Türkis ist markiert mit Girl und Boy (damit es keine Verwechslung gibt), die Herren das Weiß, Blau, Grau oder Schwarz, ich fasse es nicht! Ob man die Dinger passend zu Manneküre vorbuchen kann?

Wir haben erst einmal ein bescheidenes Frühstück auf dem Zimmer, selbstgekaufte Erdbeermarmelade und aufgebackenes Baguette, das Luxusfrühstück gibt es erst Morgen Früh, als toller Start in einen anstregenden Tag sozusagen.
Und dann hat es uns doch nicht auf der Suite (Zimmer kann man ja nicht wirklich sagen) gehalten.

Draußen ist es, wie man sieht auch viel schöner...
Und nicht dass wir Schimpfe mit Nici kriegen, dass wir den Canadian National Day verpassen.
Ganz Canada scheint auf den Beinen und die größte Sorge meines Mannes, hat heute eine Tanke geöffnet? Hat sie und so kreuzen wir mit unserer Limo durch Vernon, da wir uns nicht einigen können, ob Trubel in der City oder Ruhe an der Beach, dauert es eine Weile bis sich ein Plan ausmachen lässt. Es kann auch daran liegen, dass die Temperaturen draußen nach so etwas wie Sommer anmuten, wir Deutschen sind irritiert und brauchen ein wenig für die klimatische Umstellung.
Wir entscheiden uns für Beach und stellen schnell fest, alle anderen auch. Der ach so besonders gepriesene und vom National Geografik für einen der 10 schönsten Seen der Welt gepriesene entpuppt sich als überbevölkerte Großpfütze. Von Farbspielen von Blau ins Türkis nichts zu sehen.
Nun gut dann also noch ein wenig Rumgekurve und Fastfood bei A&W Root Beer. Dort ereilte mich der erste lustige Ausrutscher in Sachen "Englisch ist fast meine Muttersprache", räusper!
Mit der genugelten Überzeugung vorgebrachtes Englisch, besonders, wenn man einfach ein paar Wortfetzen verschluckt, überzeugt fast jeden in Canada. Leider manchmal zu gut und er vermutet gar nicht den braven Deutschen in dir. Gnadenlos wirst du fließend zugetextet und wehe, wenn du an der verkehrte Stelle nickst...
da habe ich doch klar und deutlich verstanden ich wünsche mir meine Fries in süß statt normal und erhalte prompt eine Cola mit Bier, natürlich rein alkoholfrei, bäh!
Schmeckt wie Spülwasser, mein guter Göttergatte hat sich dann erbarmt, nachdem Timon sich auch nicht erweichen lies.

Mein Mann ist schon eine wenig genervt, jedoch ist zügige Fahrweise den Fotos nicht gerade zuträglich, diese sind bislang ausnahmslos aus den fahrenden Auto gemacht und nicht nachbearbeitet.
Somit begleiten ihn meine "Och's" und "Menno's" und "Supi, im Kasten" auf der ganzen Fahrt.
Nettester Spruch Heute von Timon: "nö, warum sollte ich das lesen", auf meine Frage hin, ober er schon auf dem Blog war, "ich war da doch selber". Ja, eine gewisse Wahrheit ist nicht von der Hand zu weisen, also danke der Nachfrage, freiwillig etwas Geschriebenes dazu beitragen, würde er mit "ey ich habe Ferien, da schreib ich nicht" beantworten.

Nette Häuser gibt es hier, fast ausnahmslos aus Holz gebaut, warum auch anders in dem Land der Holzproduktion Nummer 1.

Ich liebe diese Farmhäuser und vor Farben schrecken Canadier auch nicht zurück.
Da will man doch gleich auswandern, so für 2 Monate jedes Jahr, oder? Natürlich nur solange kein Winter ist, denn dann ist Schluss mit lustig.
Zurück im Ridge machten wir noch eine kleine Rundtour in der Anlage.

Nur um mal alles gesehen zu haben, versteht sich.
Ja, nett zu wohnen hier oder zu übersommern, da fragt man sich haben die Leute kein eigenes Zuhause? Jedes dieser Häuser kann man anmieten, wenn man hier eine oder mehrere Partien Golf zu spielen wünscht.
Und dann kam es, so unerwartet wie besonders, das Erlebnis auf dass ich schon so lange warte, mein erstes Canadisches Wildtier, dass es mir in einer bewohnten Hotelanlage über den Weg läuft ignorieren wir mal geflissnetlich. Und mal ehrlich, so im Zoom könnten es auch die Rockys sein, oder? Aber nein, friedlich steht es in einem Vorgarten und kaut die angepflanzten Blümchen ab. Lässt sich von deutschen Touris gar nicht stören, canadische Gelassenheit auch hier.

Ich kann nicht wiederstehen und drücke gefühlte 100 mal auf den Auslöser, dann ein Auto hinter uns, wir fahren weiter und wenden am Ende der Wohnanlage. Auf dem Rückweg unkt Timon "das steht da sicher immer noch" und so ist es. Ich gebe zu so viele Rehbilder braucht kein Mensch, aber wer weiß?
Auch in der Lobby können wir uns einen Überblick verschaffen über die Lage und Größe des Ressorts. An dieser Stelle liebe Grüße an Frau Knies von Canusa - Reiseveranstalter, sie haben somit die Latte reichlich hoch gelegt. Alle nachfolgenden Hotel-Suiten müssen sich echt anstrengen, um mitzuhalten.

Die nette Dame in der Lobby war erstaunt über die Nachfrage, ob der Fitnessbereich kostenlos zu benutzen sei. Dass sei doch für Gäste des Hotels selbstverständlich inklusive, genauso wie das Leihen von Golfsachen, wie sie haben keine dabei (fassungsloser Blick)?
Wir scheinen die einzigen zu sein die kein Golf spielen, sagte ich zu meinem Mann und meinem Sohn.
Da schaute Timon mich an und sagte mit einem Schmunzeln auf den Lippen "Ich spiele Golf Mama", "drei Jahre Golf-AG, weißt du nicht mehr?". Da war'n es nur noch 2, wie das Leben so spielt.
Sicherlich träume ich heute Nacht von millimeterkurzen, pieksigen Rasenflächen und Sandkuhlen, die mich zu verschlingen drohen. Oder ich rutsche auf kleinen weißen Bällen durch den Spa-Bereich und frage mich, warum mich keiner mit einem Elektrocaddy retten kommt.
Wird Zeit, dass wir weiter kommen, das ist ja hier nicht auszuhalten und nachher gewöhnen wir uns noch daran!
Es grüßt euch die Einzige, die keinen Mittagsschlaf macht, um euch an ihrem Leben teilnehmen zu lassen
Schnell noch die teuren Einkäuf in den Kühlschrank gepackt. Der Blog hält mich bis 0:01 wach, meine Männer dagegen liegen schon in verdienten Schlaf.
Gute Nacht Canada, bist du morgen Früh immer noch da? Ich kann es kaum glauben.
Wir freuen uns auf dich!
Die Canadierin
01.07.2013 Holiday mal faul oder "Happy Birthday Canada"?
Heute bleiben wir faul zu Hause, ist ja auch kaum auszuhalten bei Außentemperaturen von 40 Grad.
Was die Canadischen Geschäftsleute nicht davon abhält mit den kleinen rosafarbenen Elektro-Caddy hinauszufahren um weiße Bällchen übers Green zu putten. Der frühe Vogel kann die mal - die waren schon um 7.00 Uhr munter.
Es folgt Beladen und restliche Betankung mit was auch immer der Gast mitzuführen wünscht. Nur einsteigen muss der Gast noch selber - ey geht eigentlich gar nicht. Wenn ich recht überlege, ich habe keinen roten Teppich gesehen, echt arm, aber vielleicht ist der in Canada grün! Die Damen fahren übrigens Pink und Türkis ist markiert mit Girl und Boy (damit es keine Verwechslung gibt), die Herren das Weiß, Blau, Grau oder Schwarz, ich fasse es nicht! Ob man die Dinger passend zu Manneküre vorbuchen kann?
Wir haben erst einmal ein bescheidenes Frühstück auf dem Zimmer, selbstgekaufte Erdbeermarmelade und aufgebackenes Baguette, das Luxusfrühstück gibt es erst Morgen Früh, als toller Start in einen anstregenden Tag sozusagen.
Und dann hat es uns doch nicht auf der Suite (Zimmer kann man ja nicht wirklich sagen) gehalten.
Draußen ist es, wie man sieht auch viel schöner...
Und nicht dass wir Schimpfe mit Nici kriegen, dass wir den Canadian National Day verpassen.
Ganz Canada scheint auf den Beinen und die größte Sorge meines Mannes, hat heute eine Tanke geöffnet? Hat sie und so kreuzen wir mit unserer Limo durch Vernon, da wir uns nicht einigen können, ob Trubel in der City oder Ruhe an der Beach, dauert es eine Weile bis sich ein Plan ausmachen lässt. Es kann auch daran liegen, dass die Temperaturen draußen nach so etwas wie Sommer anmuten, wir Deutschen sind irritiert und brauchen ein wenig für die klimatische Umstellung.
Nun gut dann also noch ein wenig Rumgekurve und Fastfood bei A&W Root Beer. Dort ereilte mich der erste lustige Ausrutscher in Sachen "Englisch ist fast meine Muttersprache", räusper!
Mit der genugelten Überzeugung vorgebrachtes Englisch, besonders, wenn man einfach ein paar Wortfetzen verschluckt, überzeugt fast jeden in Canada. Leider manchmal zu gut und er vermutet gar nicht den braven Deutschen in dir. Gnadenlos wirst du fließend zugetextet und wehe, wenn du an der verkehrte Stelle nickst...
da habe ich doch klar und deutlich verstanden ich wünsche mir meine Fries in süß statt normal und erhalte prompt eine Cola mit Bier, natürlich rein alkoholfrei, bäh!
Schmeckt wie Spülwasser, mein guter Göttergatte hat sich dann erbarmt, nachdem Timon sich auch nicht erweichen lies.
Mein Mann ist schon eine wenig genervt, jedoch ist zügige Fahrweise den Fotos nicht gerade zuträglich, diese sind bislang ausnahmslos aus den fahrenden Auto gemacht und nicht nachbearbeitet.
Somit begleiten ihn meine "Och's" und "Menno's" und "Supi, im Kasten" auf der ganzen Fahrt.
Nettester Spruch Heute von Timon: "nö, warum sollte ich das lesen", auf meine Frage hin, ober er schon auf dem Blog war, "ich war da doch selber". Ja, eine gewisse Wahrheit ist nicht von der Hand zu weisen, also danke der Nachfrage, freiwillig etwas Geschriebenes dazu beitragen, würde er mit "ey ich habe Ferien, da schreib ich nicht" beantworten.
Nette Häuser gibt es hier, fast ausnahmslos aus Holz gebaut, warum auch anders in dem Land der Holzproduktion Nummer 1.
Ich liebe diese Farmhäuser und vor Farben schrecken Canadier auch nicht zurück.
Nur um mal alles gesehen zu haben, versteht sich.
Ja, nett zu wohnen hier oder zu übersommern, da fragt man sich haben die Leute kein eigenes Zuhause? Jedes dieser Häuser kann man anmieten, wenn man hier eine oder mehrere Partien Golf zu spielen wünscht.
Und dann kam es, so unerwartet wie besonders, das Erlebnis auf dass ich schon so lange warte, mein erstes Canadisches Wildtier, dass es mir in einer bewohnten Hotelanlage über den Weg läuft ignorieren wir mal geflissnetlich. Und mal ehrlich, so im Zoom könnten es auch die Rockys sein, oder? Aber nein, friedlich steht es in einem Vorgarten und kaut die angepflanzten Blümchen ab. Lässt sich von deutschen Touris gar nicht stören, canadische Gelassenheit auch hier.
Ich kann nicht wiederstehen und drücke gefühlte 100 mal auf den Auslöser, dann ein Auto hinter uns, wir fahren weiter und wenden am Ende der Wohnanlage. Auf dem Rückweg unkt Timon "das steht da sicher immer noch" und so ist es. Ich gebe zu so viele Rehbilder braucht kein Mensch, aber wer weiß?
Somit hier nur die 3 schönsten. Die 178 anderen müssen meine "guten" Freunde dann beim Foto-Abend ertragen.
Dieses Foto ist auf Anweisung meines Mannes entstanden, es hat landschaftlich jetzt nicht so viel Wert, jedoch einen größeren für die hier lebende Eishockey-Welt. Dieses Hotel ist in den Sommermonaten das ausgewählte Hotel für die Canadische Nationalmannschaft (ich hoffe ich habe das jetzt richtig interpretiert, sonst gibts nachher wieder Haue).
Aus diesem Grunde sind die Hotel-Caddys, welche Hotelgäste hin- und herkutschieren allesamt gelabelt.
Auch in der Lobby können wir uns einen Überblick verschaffen über die Lage und Größe des Ressorts. An dieser Stelle liebe Grüße an Frau Knies von Canusa - Reiseveranstalter, sie haben somit die Latte reichlich hoch gelegt. Alle nachfolgenden Hotel-Suiten müssen sich echt anstrengen, um mitzuhalten.
Die nette Dame in der Lobby war erstaunt über die Nachfrage, ob der Fitnessbereich kostenlos zu benutzen sei. Dass sei doch für Gäste des Hotels selbstverständlich inklusive, genauso wie das Leihen von Golfsachen, wie sie haben keine dabei (fassungsloser Blick)?
Wir scheinen die einzigen zu sein die kein Golf spielen, sagte ich zu meinem Mann und meinem Sohn.
Da schaute Timon mich an und sagte mit einem Schmunzeln auf den Lippen "Ich spiele Golf Mama", "drei Jahre Golf-AG, weißt du nicht mehr?". Da war'n es nur noch 2, wie das Leben so spielt.
Sicherlich träume ich heute Nacht von millimeterkurzen, pieksigen Rasenflächen und Sandkuhlen, die mich zu verschlingen drohen. Oder ich rutsche auf kleinen weißen Bällen durch den Spa-Bereich und frage mich, warum mich keiner mit einem Elektrocaddy retten kommt.
Wird Zeit, dass wir weiter kommen, das ist ja hier nicht auszuhalten und nachher gewöhnen wir uns noch daran!
Eine fast schon waschechte Canadierin
Eure Edda
4 Kommentare:
31.6.= Kanadischer Kalender. Immer wieder etwas Neues zu entdecken in Kanada!
Superschöne Bilder :) ein wenig wie die Alpen ??!! ;)
Tanja und Andreas und nicht Andreas und Tanja!!
Hammer Landschaft, das Himmelsblau ist sehr sehenswert. Bring auch so ein Pickup mit, Zwillingsreifen hinten drauf, der passt voraussichtlich nicht mal in unsere Straße! Ich bin schon ganz gespannt auf den ersten Tag "Timon schreibt" Schlaft euch aus, Deutschland 21.30 Uhr
Super Bilder und Bericht von euch,
kommt mir vor wie ein super Film.
Der Traum lebt das sieht man bei Christian.
Alles gute für euren weiteren Trip.
Andreas
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