14.07. - 15.07. Victoria

 14.07.2013

Ucluelet - Sproat Lake - Port Alberni - Parksville - Nanaimo - Ladysmith - Duncan - Greater Victoria




Leider müssen wir diesen schönen Ort und die tolle Unterkunft verlassen. Das war echt schön hier. Die letzte Station so ganz ohne Großstadt. Ab heute Abend hat uns die Zivilisation wieder, mal sehen wie das wird, wir sind schließlich schon halbe Hinterwäldler.

Das wäre schon schön, einfach ein paar Wochen hier entspannen, aus dem Fenster raus den Rehen beim Frühstück zuschauen oder den Seekopfadlern beim Segeln in der Termik.
Und natürlich die Stille, wann immer man sie will, es sei denn man macht selber Krach.

Wir verabschieden uns auch von der nette jungen Frau am Empfang, eine Deutsche aus Frankfurt. Schon lustig, wenn man mitten in der Einöde mit einem freundlichen "Hallo, wie geht's euch" begrüßt wird. Da will die Zunge doch ein "Yes good" rauslassen und nur schwer kommt nach 14 Tagen ein "ganz gut, danke".

Nach 4 Jahren Irland verschlug sie der Zufall hierher auf eine Pferderanch. Sie wollte Tourguide werden, doch das hat nicht so geklappt in der totalen einsamen Bergwelt, so ist sie nun seit einem Jahr in Ucluelet im Hotel, das sei netter, wegen dem Wasser, fast wie zu Hause.

Somit geht es für uns auf dem Weg zurück von Ucluelet nach Port Alberni.


Zum Abschied noch ein paar Rauchzeichen an einem wieder mal wunderschönen Himmel bei netten 24-26 Grad ist das Blau gerade so auszuhalten.

Ein Engelsflügel?


Und dann Gottes große haltende Hand am Horizont ;)

Im nächsten Ort könnte man sich schon mal eine Familienkutsche aussuchen. Lauter Neuwagen blitzen in der prallen Sonne, hier in Canada ist es leichter an einen Neuwagen ranzukommen, die bekommt man dann in kleinen Raten finanziert, mit Gebrauchten geht das natürlich nicht.

Auch das ist ein typische Bild eine Kleinstadt die großen Stores zum Einkaufen, natürlich XXL.

Quietsch, brems, ein witziger Shirt-Shop ruft Edda auf den Plan, da muss ich rein, gucken was die Mitbewerber zu bieten haben.
Aha, hier ist Batik-Retro-Style gerade ganz groß in Model.



Und wenn ich an unsere tristen, grauen Verteiler-Kästen in Deutschland denke, ist das hier doch schon viel schöner, oder?


Eine Kirche. Ich war in keiner drin, aber mein guter Göttergatte hat mir freundlicherweise angeboten mich letzten Sonntag in den Gottesdienst zu fahren. Habe dankend abgelehnt, ich habe hier jeden Tag so heftig viel von Gottes anbetungswürdiger Größe und Schöpfung um mich rum, dass kein Lobpreis und GoDi schöner sein könnte, sorry, vielleicht nächstes Mal.




Auf dem Hinweg nach Ucluelet hatten wir es schon kurz gesehen "Cathedral Grove" - hier geht es in den Regenwald, jetzt aber Halt machen und die Spiegelreflex raus. Wer Bäume nicht mag, kann ja schon weiterblättern.





Auf gut Deutsch, ey Alter geht nicht wenn's windet in den Wald, sonst wirst du gar nicht alt!
Fällt ein Baum um, guckste dumm! Sei bereit - alle Zeit!

Wenns dann fällt sieht es so aus!







Obelix ist nix dagegen!



Baumhunde (Marke Foxterrier) gibt's auch...


...und Baumpilze...


...morsche Baumriesen... 

...und nette Canadier, die freiwillig Fotos von uns machen...


...und wenn dieser Riese einen trifft, kommt man in China wieder raus, als Briefmarke!

Weiter geht's auf unserer Fahrt in Richtung Nanaomi, dort suchen wir Strand und landen fast auf der Fähre, dann eben nicht, geht's halt weiter nach Ladysmith.

Dort fällt mir wieder auf es ist hier in den Städten wirklich fast über all sehr hübsch geschmückt ist. Man nutzt dafür die Laternenmasten, die auch nicht hässlich sind, so wie bei uns. Rechts und Links ein Fähnchen dran, kündigen mancherlei Veranstaltung an. Bunte Straßenfeste und Festivals, Museen und Touristenattraktionen flattern hier im Wind.

Warum auch nicht, ist ja auch so ungenutzte Werbefläche, aber bitte SCHÖN!!!




In Ladysmith erwartete uns ein kleines "Leckerli fürs Auge und Gemüt" - Oldtimertreffen natürlich alles "British" - sucht euch einen Schönen aus.









Und das sind die berüchtigten Garagen, die man hier anmieten kann, abends gucken wir jetzt manchmal die dazu passende Fernseh-Serie. 
Garage über das Verfallsdatum? nun, wird der Inhalt an den Meistbietenden versteigert, mit viel Gaudi und kuriosen Typen und natürlich so mancherlei spannenden Inhalten in den Storages.


Aber auch diese Modelle von Garageninhalten sieht man hier zu Hauf, die Besitzer meist fett tätowiert, finster dreinblickend und mit cooler Sonnenbrille, ein "musthave" - das dicke Motorrad. In der realen Welt sind sie dann Zahnärzte oder Besitzer von Süßigkeitenläden.


Und hier auch wieder die schönen Wandgemälde, diesmal ein Laden für Tierzubehör.

Und vorbei zieht ein plakatierter Wagen der Royals - Zweit-Ligist Eishockey, wird natürlich auch fotografiert, wo wir schon mal da sind im Land des Eishockeys.

Heul, da bekommt man Tränen in den Augen, wenn man sieht, was hier auf den Parkpätzen einfach so rumsteht.Und es schert sich keiner drum, stell man sich so ein Teil auf dem Edeka-Parkplatz vor...

Und dann erreichen wir Victoria, nach so langer Strecke in den Wäldern Canadas kommt man sich ganz seltsam vor mit so vielen Menschen um sich herum.





Und dann erreichen wir unser Hotel, es liegt Downtown, also in der Unterstadt (äh, war das nicht da wo die Schmuddelkinder leben, mit denen man nicht spielen soll), Frau Kniest was haben sie da angestellt?




Kleiner Scherz, die Lobby empfängt uns gebührend und das Interior ist "very british" und einfach "perfect" "oh it's great".


Der Spa-Bereich ist nett, wir haben warmes Wasser im Wirl-Pool und einen Fitness-Bereich.


Die Umgebung zeigt vielfältig den Einfluss der Ureinwohner der Stadt.



Wir hofieren im 14ten Stock und der Blick von unserem Wohnzimmer aus ist "atemberaubend".  Vorsichtig ranpirschen und versichern, dass das Geländer hält.



Hui ist das hoch, aber der Blick ist das Fracksausen wert, oder?



Links eine Kirche, dann ein weiteres von außen echt hässliches Wohnhaus (man lässt sich täuschen, von Innen sind die dann ganz nett unser Haus ist auch keine Schönheit), das Land da hinten ist nebenbei bemerkt die USA.


Der Ausblick auf unser Restaurant in dem wir nachher essen werden, wird noch nicht verraten.





Land in Sicht! Das ist noch die andere Spitze von Vancouver Island.

Soweit, so gut, schon mal ganz glücklich, jetzt Inspektion der Räume. (Timon wollte nicht, "oh nee, ihr seid peinlich", da musste der große Spiegel herhalten und Mama schoß aus der Hüfte, geht doch).

Jau, Wohnzimmer nett und schön eingerichtet. Mit Schlafcouch, falls es eine Prügelei wegen der Zimmerverteilung gibt. Inzwischen beansprucht unser Sprößling ein Bett für sich alleine, deshalb muss er heute Abend auf die Couch, ha, zerknirscht guck!


Die Küche ist mehr als eine Kitchenette, fehlt nur der Geschirrspüler und jede deutsche Hausfrau wäre glücklich.

... und natürlich "Kingsize" in beiden Schlafzimmern. Mit Fernseher und Bad mit Dusche, WC und Waschbecken, alles perfekt.

Noch ein bisschen City-Blick auf das Parlamentsgebäude. Dann gehts raus an die Luft zum Essen fassen, schließlich ist es schon 17.00 Uhr und wir haben seit dem Frühstück nur von Keksen gelebt.

Gegenüber des Eingangs kann man griechisch essen, aber das ist heute nicht unsere Wahl, wir haben Besseres im Sinn und auch schon entdeckt.


Taxis gibt hier viele, aber auch in allen Farben, hier mal ein Yellow Cab.



Ja, es gibt heute Abend das, was in Großburgwedel fehlt, ein "The good old spaghetti factory".  Mjammjam.




Das Essen am Nachbartisch kündigt an, was da kommen wird.


Noch ein wenig skeptisch...


...doch dieser Mann weiß, das es schmecken wird.




in freudiger Erwartung, versagte leider meine Lasagne auf der ganzen Linie, leider war sie schon geschmacklich tod, als sie auf dem Teller auftraf (die haben wahrscheinlich gedacht die pummelige Deutsche hat eh schon zu viel drauf, Scherz beiseite, in dem Restaurant war ich, ok bis auf die Schnecken am Eingang, die schlankste Frau, leider). Aber alles Andere hat gut geschmeckt.



Und weil das Auge ja auch mitessen möchte, werden hier, dem geschickten Geschäftsführer sei Dank, die Gäste von leckeren Schnecken an die Tische geleitet. Wer kann dazu schon nein sagen, wenn man erst mal drin ist.






Gesättigt verlassen wir das Restaurant, nicht ohne unseren Tip abgegeben zu haben, nein nicht die 6 Richtigen, sondern die 10-15 % Trinkgeld, auf die die Servicekräfte hier "Anspruch" haben. Das sollte jeder in einem Lokal beachten.


Diese Wagen würde ich aber auch nicht vom Garagendach stoßen, oder?



Das Interesse an zeitgenössischer Kunst im Royal BC Museum war nur vorgestäuscht, unser 17jähriger steuert auf etwas ganz Anderes zu, seht ihr es schon?


Ja, ihr habt es erraten, es gibt das niedliche Bärenfilmchen für den "Kleinen" im IMAX, äh nicht? Wie jetzt es gibt den dritten Teil von...


...na super und das auch noch in Englisch, da verstehe ich dann gar nichts mehr. Liebe Grüße an dieser Stelle an meine Bianca, ich habe ihn gesehen ;) jetzt gehöre ich wieder zu den coolen Menschen und kann mitreden, äh welcher war noch mal der Gute in dem Streifen?!



Trösten konnte mich nur noch der wirklich entrückende Blick aus meinem Schlafzimmer, let's go, schon morgen ist ein neuer Tag und es gibt soooo viel zu sehen in Victoria.



Good night good old Germany - see you later!


15.07.2013









Good morning - das fand auch der nette Herr im Nachbarzimmer, der um 6:15 den Wecker timte, um seine geschäftlichen Telefonate zu erledigen, Danke (Morgen Früh bin ich dran, habe mir schon was Nettes ausgedacht für dich, uuuhps - hoffentlich gibt keinen Zimmerwechsel und ich überrasche eine nette Kleinfamilie mit Baby!).


Heute bekommt ihr im Sekundentakt viele Bilder um die Ohren, schließlich bin ich im Urlaub und habe Gestern schon 2 Stunden am Rechner getippt, um euch glücklich zu machen, darum heute nur die Kurzfassung, wie wer sagt da, na, endlich hört se uff zu labern, das will ich nich jehört ham, klar?


Frühstück 9.00 Uhr - "Very British"








Man kann übrigens gar nicht schnell genug essen, wie sich der Magen schließt bei Rührei und Bratkartoffeln zum Früstück.

10:00 Uhr Sightseeing and Shopping







 Entspannung auf Massagesesseln.


 Tarrotkartenlesen und Handlinienlesen und Wahrsagen in der Shopping-Mall, aha, den Canadiern ist wohl nichts heilig.









 So gehts auch durch Victoria.


 Und hier bekommt man seine Tageszeitung, jeder hat sein eigenes Häuschen, niedlich, finde ich.




 Kirche, St. Andrew's, wen es interessiert.
 
 
 Gehen darf man hier nur bei dem Männlein und ist man nicht schnell genug, gibt's 'nen Countdown, das finde ich praktisch, dann weiß man, ob man einen Zahn zulegen muss.






 Damit man sich nicht verirrt, überall auf den Fußwegen sind die Straßennamen eingemeißelt, für Leute mit Hexenschuss und Schnüffelhunde sehr praktisch, oder?



Und dann haben wir doch noch ein Tier gesehen, äh, Liste - ein Orca-Wal, zählt der?





Der Hafen mit regem Treiben, nur wenige Minuten Fußweg von unserem Hotel entfernt.
 


Der Blick zum Parlamentsgebäude, das Dudelsackgepfeife höre ich im Hotel jetzt schon 5 Stunden, entweder hat da einer 'ne gute Lunge oder das kommt vom Band, was mich ja seeehr enttäuschen würde.



Huch, wer ist denn das, ein Dritter im Bunde?
 


Diese kleinen süßen Dinger, Wassertaxis, schaukeln Touristen von A nach B, kennt ihr die tapferen Männer in den kleinen Booten, die Bäumstämme durch die Gegend schieben, läuft auf dem Programm mit den Königskrabben und den Bohrinseln (das für ganze Männer), so ungefähr sieht das aus. Da lohnt sich das Frühstücken nicht, alles Verschwendung.



Staßenmusik unterhält oder nervt, je nachdem an welcher Ecke man steht, der war ganz gut mit der Tröte, der Saxophonist hundert Meter weiter war hartnäckig, lauter und schriller. Gnade Gott, wenn ich dort arbeiten müsste, in seiner Nähe.


Shopping-Ergebnisse von heute.


Dort musste ich nicht rein, alles was krabbelt, bäh und das mit dem Frühstück, geht gar nicht.


Durch Bart's Pub geht es wieder zurück in unser Hotel, ein Schleichweg für alle über 19 Jahre.


Und zum Schluss noch meine Traumtelefonzelle, steht schon im Souterrain für mich zu Mitnahme bereit. Ich darf doch 2 x 32 Kilo Gepäck mit zurück nehmen, ob das reicht?


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Also hier hattet ihr ein paar Fotoeindrücke von dem schönen Victoria, mein ganz persönlicher Favorit auf unserer Reise bislang (jedenfalls was Städte angeht). Aber ich habe Vancouver auch noch nicht gesehen und deshalb von Victoria auch nicht vorschnell ein Fan-Shirt gekauft.


Morgen geht's auf die Fähre nach Vancouver, dann werde die Berichte etwas dünner, ich hole nämlich tief Luft, um alles zu genießen, was ich erleben werde, die Berichte folgt dann sporadisch wie ich Zeit habe, schön, dass ihr jetzt schon einmal dabei wart auf unserer gemeinsamen Tour durch Wälder, Seen, Fjorde, Tiere, Berge, Städte und eine Traumlandschaft in British Columbia, Alberta und Vancouver Island.

Es grüßen Euch die waschechten, tief beeindruckten Neu-Alt-Canadier

Christian, Edda und Timon

auf ihrem Weg in der großen, weiten Welt
so long, see you




Tag 16 und 17


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