02.07. - 03.07. Banff

02.07.2013

Unser geplantes Hotel werden wir heute nicht anfahren, vor einer Woche noch haben schwere Unwetter das Gebiet um Banff überschwemmt und unser Hotel von der Außenwelt abgeschnitten. Somit haben wir uns von Canmore auf Banff umbuchen lassen.


Unsere Strecke von ca. 400 Kilometern verläuft Heute von Vernon aus über Mara - Solsqua - Taft (mal gucken, ob die 3 Wetter da her kommen) - Revelstoke - Glacier - Golden - Lake Louise nach Banff.
Dabei kommen wir an 3 Nationalparks vorbei, dann gibts erst mal wenig Text und viele Fotos.

Am Ende erwartet uns als Belohnung das Rocky Mountain Resort in Banff.






Banff Rocky Mountain Resort



Es weckt uns das Zwitschern der Vögel, nicht das es das in Deutschland nicht auch gibt, aber man hört außer diesem Geräusch hier gar nichts anderes. Ok ich gebe zu es wird stellenweise von einem leichten Puck der weißen kleinen Bällchen unterbrochen, schließlich sind die Herrschaften schon wieder auf den Greenfee.
Schnell noch mal eine Luxusdusche, schließlich geht es heute in die Wildnis und wer weiß, wann wir wieder fließend Wasser haben…

Dass wir das Restaurant betreten und uns nicht selber einen Tisch suchen, hatten wir zum Glück von unseren Lieblings-Canadiern Nici und Joachim erfahren, danke an dieser Stelle, ihr habt uns gut vorbereitet. Somit warten wir also brav auf die Tischeinweiserin, welche uns herzlich begrüßt und uns einen passenden Tisch auswählt. Ob alles so recht sei, schwups wird uns frisches Wasser gereicht und Sekunden später vom Restaurantleiter die Panoramafensterfront geöffnet, so dass wir komplett den Ausblick auf die sanfte Hügellandschaft des Ressorts genießen können. Leider habe ich meine Kamera auf dem Zimmer gelassen, soll nicht wieder vorkommen, ich hoffe meine Beschreibung reicht auch so.

Die Frühstückskarte im angrenzenden Edel-Restaurant liest sich wie ein Gebetsbuch für Gourmets ist jedoch nur ein kleiner Vorgeschmack auf die kulinarischen Köstlichkeiten, die die freundliche Servicekraft uns an den Tisch bringt. Meine ersten Blaubeeren, hmmm lecker. Unsere Bestellung entpuppt sich als die richtige Wahl. Pancakes mit Ahornsirup und Blaubeeren für Timen - Müsli mit Joghurt und Früchten, einen Frischkäsebagel für Edda - grüne knusprige Weizentortillas gefüllt mit Rührei und Zwiebeln mit Kräutern dazu Bratkartoffeln und Ketchup für Christian. Unsere Bestellung in der ihr eigenen Muttersprache lobt sie brav mit einem gefächelten "oh thats great" "yes shure" - unsere Wünsche sind ihr Befehl. Ein ungewohntes Gefühl nach der sonst gewohnten Servicewüste Deutschland, sorg musste ja mal gesagt werden.

Nach dem Frühstück holen wir nur noch das Gepäck aus dem Zimmer und wollen unsere Maxi-Kühlbox mit Eis befühlen, jedoch geben beide Eisautomaten nichts mehr her, auf zur Rezeption.
Die nette Dame wirkt erstaunt, als wir nach dem Auschecken unsere Zipbeutel befüllt wissen wollen, ah Edda hat wohl genuschelt. Prompt verschwindet sie mit den Beuteln und nimmt auch gleich die Box mit.

Zum Warten setzen wir uns in die Lobby, na, das dauert aber, hat sie uns vielleicht falsch verstanden und denkt sie soll die Box für uns verwahren. Doch da taucht sie wieder auf, freundlich lächelnd hat sie nicht nur die Zip-Beutel befühlt, sondern gleich die ganze Box bis zur Oberlippe. Also auf in die Wildnis, dann können wir die zu erwartenden Bären ja mit Eis in Schach halten.





Als Futter erst einmal ein paar Fotos, mehr schaffe ich heute nicht mehr.


03.07.2013


Guten Morgen ihr Lieben aus dem canadischen Banff,
ich weiß nicht, was wir erwartet hatten - eine Tour durch die Rockies halt. Im groben beschrieben ist es eine Autofahrt auf einer der bestausgebauten Straßen, die sich Deutschland schon so lange wünscht.
Hier ist sogar der Asphalt ruhig. Die 3 Spuren wechseln sich ab, so dass jede der Seiten mal eine, mal 2 Spuren hat. Dieses dient dazu, dass röhrende canadische Wildlinge in zwilligsreifenbemantelten Dodges mit heulendem Motor an uns vorrüber ziehen können. Die haben schließlich keinen Urlaub und müssen wohin auch immer.

Natürlich überholen uns auch LKW und Boote, Kajaks, Kanus, allesamt festgeschnallt auf den Dächern der XXL-Cars. Wer schon einmal Holzlaster mit Mammutstämmen an sich vorbeiziehen sah, kann verstehen, dass man sich hier in Canada (so als Deutscher) immer zu klein fühlen wird.




Hier fährt man sogar einen Auflieger, wenn man gar nichts zu transportieren hat und ich muss gestehen, ich kann verstehen, warum unser Sprössling nölt er will auch mal ans Steuer.

Hier lässt es sich einfach anders fahren, niemand hupt, der Verkehr fließt, keinen Stau, keinen Stress.
Dass heißt gelogen ist dies, hupen tun sie alle und zwar beim Öffnen und Schließen der fahrbaren Untersätze, da macht die Zentralverriegelung ein zaghaftes Hup-hup oder Biu-biup. Auf großen Parkplätzen oder in Tiefgaragen ist das Spielchen sehr lustig und ich musste mich erst daran gewöhnen.


Unsere Tour wird gleich am Anfang rüde unterbrochen, vermutlich leidet die Strecke noch unter den Überschwemmungen, und das zwingt uns eine Ausweichstrecke zu benutzen, demzufolge haben wir das Örtchen Mara nicht zu Gesicht bekommen. Statt dessen wedeln freundliche neonfarben gekleidete Männlein und Weiblein uns auf den rechten Weg. Das sieht man hier an jeder Baustelle. Die stellen da wirklich, auch bei diesen sommerlichen Temperaturen von 36 Grad, Leute hin, die zusätzlich zu den doch recht deutlichen Schildern in der brütenden Hitze mit einem Lächeln den Verkehr regeln.

Die Route 97B führt uns nach Salmon Arm, von dort nach Canoe, nach Sicamous. Hier stoßen wir wieder auf die 1, mit einem grünen Ahorn gekennzeichnet weist sie uns den Weg auf der schönen Straße nach Revelstoke.

Unser Straßenverlauf wird immer wieder mal unterbrochen von XXL-Schildern mitten in der Pampa (liebe Canadier, das ist liebevoll gemeint, ich definiere nur Landschaft außerhalb von Ortschaften), die Restaurants, Bars, Immobilien und Shopping-Malls ankündigen. Schnell wird klar in wenigen Minuten erreichen wir eine "Ortschaft".

Definiere Ortschaft: eine Ansammlung von Fastfoodketten, gepaart mit Unmengen Tankstellen, Bank-Drive-In-Schaltern und wenn man Glück hat einer Save Food Lebensmittel-Kette.


Der Schrei von Christian lässt mich schon automatisch auf den Auslöser drücken, ja Schatz ich hab's drauf, ja Schatz ein Laden mit gebrauchten Eishockey-Trikots und schwupps sind wir aus der Ortschaft wieder draußen. Warum die allerdings in einem Antiquitätenladen hängen?

Ja, hier wohnen auch Leute.



Uns zwar auch so, wie Edda sich das vorgestellt hat, in tollen roten Farmhäuser, meist mit Veranda in Front, Pferden auf der Koppel, Teich hinterm Haus (dem aufmerksamen Beobachter entgeht nicht die weihnachtliche Lichterkette, ob die hier das ganze Jahr hängt?).


Die Vegetation ist sehr beeindruckend, auch die Mühe, die sich die Canadier mit ihren Häusern geben, wie wasserintensiv das auch sein mag.

Natürlich möchte ich die Kirchen nicht unerwähnt lassen, diese werden meinen Weg immer kreuzen, denn wenn es eine Ortschaft gibt, so klein sie auch sein mag, es gibt immer eine Church.

Parks werden immer mit diesen hübschen Schildern angekündigt, manchmal weiß man gar nicht wann einer aufhört und der andere anfängt.

Die Holzindustrie ist hier allgegenwärtig, Sägewerke nutzen die Transportmöglichkeiten der Flüsse, LKWs in unendlicher Zahl kreuzen unsere Wege, Holz, Holz, Holz wohin das Auge sieht.


Und diese Kameraden haben uns schon umschwirrt, als wir im Hotel in Vernon waren, mit einer Flügelspannweite von beeindruckenden 10-12 cm

Hier wird es schon deutlich bergiger




















Dieser Zug begleitet uns ein Stück und an ihm dran hängen beeindruckender Weise unzählige Wagons













Das ist mein Ausblick seit etlichen Kilometern, so sind die Mama, dann kann der Kleine vorne sitzen, das hat den Nachteil, dass man die Berge gar nicht sieht.


Denn dort sind sie die Rockies, einfach beeindruckend, da fehlen sogar mir die Worte


...und der Blick hinter dem Holz-Laster sieht aus wie Toblerone-Werbung, oder?








Ich nehme euch einfach eine Weile mit, das sind Bilder, dazu muss man keine Beschreibung liefern, oder?


 



Steinschlaggefahr
und ein Hinweis, damit hier keiner vom Weg abkommt
Brummirennen gibt es auch in Canada




da wird es schon mal knapp beim Überholen...
Wildwasser hier wird Rafting groß geschrieben
Das Schild ist schon mal da, nur die Tiere lassen heute auf sich warten































Hatte ich den "Kleinen" nicht Gestern an der Hand? Da stützt der doch heute locker den Kopf auf meinen, hmpf!



Hier machen wir mal Pause und wenn's nur für ein paar Fotos ist




...und weiter geht's







 

03.07.2013 Ein Tag in Banff und Drumherum

Vielleicht ist dem einen oder Anderen aufgefallen, dass Edda nicht gleich Fotos des Hotels gepostet hat. Dazu muss ich sagen, dass es einen guten Grund geben musste, warum keine Fotos von den Räumen auf der Hotel-Internetseite zu sehen sind. Nächstes Mal lässt uns das gleich aufhorchen. Es kleiner SW-Grundriss kann ja so harmlos sein, sagt jedoch nicht aus über die kleine Butze, die uns erwartet hat, als wir am gestrigen Tag unseren müden Häupter zum Schlafen niederlegen wollen.

Ein komischer Geruch fällt mir gleich in der Lobby auf und auch die Zimmerchen schreien nach Luft, als wir sie betreten. Mein guter Göttergatte fummelt gleich fachkundig an den vermeintlichen Klimaanlagen-Schaltvorrichtungen im Entré unserer Lodge (sorry - Fotos würden das auch nicht besser machen). Er ist sogar hochmotiviert sein Englisch auf die Probe zu stellen, indem er zur Rezeption trabt und kundtut die Klima sei kaputt.

Ein ratloser Blick der Dame an der Lobby lässt auf seine Aussprache schließen, doch Irrtum, "no Aircondition, but you can open the window" dass verstehen sogar 4 Jahre Schulenglisch.

Gut nicht gerade die beste Lösung bei 36 Grad im Schatten, aber die Sonne geht ja auch in Canada mal unter und somit verschieben wir das Duschen auf die sonnenfreien Nachtstunden.

Ich motiviere meinen Mann mit flotten Sprüchen, "Camperseele" und "geht doch, wir bleiben doch nur 2 Tage" "schließlich wollen wir ja auch was von der Gegend sehen", schon geht es uns besser oder täuscht das?
Ich verspreche ein hervorragend zubereitetes Abendessen und die Stimmung steigt. Wie das schmeckt kann man sich vorstellen, man nehme: Nudeln unbekannter Herkunft, die günstigste Sorte 2,95 Dollar 454 g (das reicht doch niemals, so der Kommentar meines Mannes) ergänzt durch Unmengen, also XXL, Mett ebenfalls unbekannter Herkunft (das muss schmecken, die Kühe sind hier alle glücklich, dein Wort in Gottes Ohr, mein Gatte) zu 10 Dollar (und Leute das war günstig), Nudelsoße zu 5,95 Dollar (hoffentlich schmeckt die, Mama, sonst ess' ich das nicht, danke Timon!) Wasser (gibt hier immer umsonst). Man beachte, und das weiß sogar ich, die gar nicht kochen kann, wir haben kein Öl zum Anbraten und auch kein Salz zum Würzen, kein Sieb zum Abtropfen und keine tiefen Teller. Aber eine haben wir Hunger und einen XXL-Kühlschrank in den wir den Topf mit den Resten gestellt haben, damit es im Mülleimer nicht vor sich hin gammelt.

Die Müdigkeit nach solch einem Festmahl kam schnell und ruckartig, bislang hatten Timon und ich in sogenannten Kingsize-Betten genächtigt (mein Gatte ist selektiert, da er eine eigene Mission hat, bei dem vielen Holz hier in Canada).

Unsere 2 Zimmer hatten aber nun Queen-Size-Betten, diese Königinnen sind im Gegenteil zu den Königen in Canada schmaler und somit sind deren Betten außerstande 2 gut gewachsene Deutsche aufzunehmen und eine Nacht zu beherbergen. Abhilfe verschafft uns das praktische Schlafsofa im Untergeschoß.
Ich habe mal in einer Hängematte ein Nickerchen gemacht und bin meines Wissens ausgeruhter aufgewacht. Der Höhenunterschied der Liegefläche von mehreren Zentimetern in Laufrichtung machte mir doch etwas zu schaffen.

Nun gut ich habe bei den Pfadfindern auch in Sandkuhlen oder auf Waldböden geschlafen, aber "halt" sprach mein Alabasterkörper, "da warst du doch 14", Klappe halten oder Dresche...


Diese possierlichen Tierchen erwarteten uns schon bei unserer Ankunft am Hotel, erwartungsvoll haben sie Timon angestarrt und trauten sich auf wenige Zentimeter herran, dabei sind sie ca. 15 Zentimeter hoch und wieselflink in den Löchern verschwunden, die unter dem gesamten Hotel gegraben sind, sicherlich gibt es eines Tages einen großes Getöse und die Lobby bricht in einen Backhörnchenkrater ;)






Auf unserem Weg nach Banff am späten Vormittag passieren wir immer wieder mal romantische Blockhütten, kurzzeitig übernachten, na, klar, hier geboren sein, neeee!
Unser Weg führt uns zum Chalet im Herzen Banffs, nette Aussicht von hier oben, leider gibt keine Schlossführung, da das ganze Schloss also Edel-Hotel umfunktioniert wurde. Nun gut wir können ja sagen, wir sind da gewesen.









Äh, Frau Knies (die nette Dame von unserem Reisebüro), wo waren doch gleich unsere Suiten?
Mein Mann ist nach dem Golf-Club-Resort ein wenig verwöhnt, wenn wir wieder zu Hause sind, fragt er sicherlich, wer sein Kingsize-Bett weggeräumt hat.


Der Blick in die Ferne ist autemberaubend schön, jedoch auf die Dachterrasse trauen wir uns nicht, hier wachen wieder mehrere Tischeinweiser und sie sehen so aus, als hätten sie es nicht so gerne, wenn Touristen mit Kamera bewaffnet zwischen den illusteren, speisenden Hotelgästen herumstrunzeln.

Zum Glück ist der Tele meiner kleine Nikon gut genug, pft ich brauche doch gar keine Dachterrasse.






































Den Bus mache ich dann später in der Retusche weg, oder lasse ich ihn, da er so hübsch zum Himmel passt?





Die Rückseite kündigt die Icefield-Touren an, die man ebenfalls in Canada machen kann.










































Mit uns waren vor Ort eine kleine Ansammlung Japaner, fesch ausgestattet mit Wanderschuhen, vermutlich in Schuhgröße 32, zur Standartausstattung gehörte weiterhin, ein flottes Sonnenhütchen Marke Traveler in Rot oder Olive, Karohemd, Bauchtasche, Wander-Teleskopstab, Fotokamera (jeder eine versteht sich) und Wanderrucksack. Die Mutmaßung, "die sind sicherlich gewandert, sonst würde sich keiner so anziehen" von Christian mag ich anzweifeln. Die hatten sicherlich im Netz gegoogelt und sich eingehend über folgende Suchbegriffe informiert: Canada, Wandern, Sightseeing, Foto, Touristen und natürlich Bären. Deshalb befindet sich in der kleinen Bauchtasche auch ein Erste-Hilfe-Notfall-Set und ein Anti-Bären-Anti-Mücken-Kombinationsspray, hilft im Notfall auch gegen Mundgeruch.





Die Seilbahn von Banff lässt jeden Menschen mit Höhenangst zu Eis erstarren, ein anfänglich überzeugt ausgesprochenes "klar, das machen wir doch glatt" verwandelt sich schnell in ein kleinlautes "ich bin so'n Angsthanse" (in Wirklichkeit hat Christian was anderes gesagt, aber das ist nicht jugendfrei).




Das Canmor ein Austragungsort der Winterspiele 1988 war, davon zeugen noch heute aufgereihte Fahnen uns natürlich sämtliche Gebäude.




Die anschließende Rafting-Tour wird auf später verschoben (Argument, wir wollen ja erst mal zu den heißen Quellen und können das ja später immer noch machen, ah ja)

 
Todesmutig geht es hinaus auf den reißenden Fluß, ok bisserl übertrieben, aber klingt doch reißerisch, oder?
Und wen man bedenkt, das das Boot von einer Frau alleine gesteuert wird, klingt noch harmloser, aber ich wetter die Hälfte der im Boot sitzenden Männer hatten schon deshalb die Hosen voll.







Wie ihr seht, läuft das Ganze hier, was man auf den Bow Falls buchen kann, unter Special Events, nur halt auf canadisch.




Die "Hot-Springs" von Banff kann man schon auf dem Parkplatz riechen. Mit leuchtenden Augen erzählt Timen von einer Stinkbombe, die noch am Gymnasium zu riechen war, klasse, das hier ist Natur und zwar in seiner reinsten Form. Die Quellen erzeugen eine Wassertemperatur von 39 Grad, jedoch der Mini-Pool lädt nicht gerade dazu ein sich mit 50 Leuten reinzulegen.












Also weiter auf unserer Tour nach Canmore, 20 Kilometer entfernt wäre es unsere eigentliche Wahl gewesen, nun wollen wir sehen, was da durch die Überschwemmungen abgetrennt wurde.

 

 

Auf der gesamten Strecke warnen Schilder vor starkem Wildlife auf der Straße, wir können jedoch weder Bär noch Hirsch noch Fuchs herbeilocken, schade. Dann müssen wohl wieder die Backenhörnchen herhalten.


 

Canmore ist einen Abstecher wert, nicht ganz so tourimäßig wie Banff präsentiert er sich bei strahlend blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen recht beschaulich. Repräsentabel auch das eigentlich vorgeplante Hotel in Canmore, aber wie meine Mami immer sagt "für's Jehabte gibt der Jude nüscht".



 


Tolle Malereien an den Hauswänden deuten auf das künstlerische Potenzial dieser Stadt. 


 

Auf dem Weg aus der Stadt dann die ersten Anzeichen von roher Gewalt der Überschwemmungen der vergangenen Wochen. Meterhoch türmt sich "Strandgut" an den Seiten der Autobahn.



 


 Zurück in Banff freuen wir uns nach 30 Minuten Pause im Wäldchen auf unser Abendessen.
In den Baumwipfeln sitzt eine diebisch Elster und starrt meineserachtens gierig auf unseren Autoschlüssel,  in Gedanke spielen wir die Situation durch, nein, das würde uns nicht passieren, sicherheitshalber reiße ich den Fahrzeugschlüssel an mich, man kann ja nie wissen, wozu die Tiere fähig sind.

 
 



































 


































 



Im Restaurant "The Keg" nehmen wir unsren Lunch. Wo hätten sie gerne Ihren Tisch, schwups das Eiswasser, nochmals Schwups das frische Brot mit Dipp, die Karte. Na, geht doch! 


7 verschiedene Garstufen des Fleisches stehen zur Auswahl und das ist nicht das Einzige auf der Karte, hmm lecker. Getränke werden kostenfrei nachgeschenkt, das ist hier in Canada fast überall so üblich.



Der junge Kellner ein Musterbeispiel an Höflichkeit, "Mein Name ist George, falls sie noch irgend etwas brauchen sollten, womit ich sie glücklich machen darf?". Ja, darf ich sie mitnehmen, bitte einpacken. Schatz, das war'n Witz.



Dann auch etwas Canada-typisches, ist das Essen erst verzehrt und nach Dessert und Abschluss-Getränk gefragt, wird man förmlich hinausgeworfen, sprich man kommt höflich, aber bestimmt mit der Rechnung und dem EC-Gerät an den Tisch. Und schwupp, war's das mit der Gemütlichkeit!



So gestärkt hat selbst Timen keine Widerworte mehr als ich kurz vorm Hotel frage: wo geht's denn eigentlich da hin? Somit schlängeln wir uns erneut an den hohen Bergen entlang, die Haltebuchten sind ein ungesicherter Witz, wer hier hält, hat Erfahrung im Freeclimbing. 



Andere sind da schon mutiger und sportlicher als wir in unserer klimatisierten Limousine. Tapfer zockelt dieser Herr die 8 % Steigung hinauf und ist wahrscheinlich oben angekommen noch nicht mal aus der Puste.


Hut ab vor allen, die diese Touren mir dem Fahrrad, oder gar zu Fuß auf sich nehmen.
Ok, belohnt werden sie ja auch mit einer grandiosen Bergwelt und sehen sicherlich mehr Bären, als aus einem fahrenden Fahrzeug.

Wobei wir gleich beim abschließenden Thema wären, wo sind denn hier die Tiere, war das im Preis nicht mehr mit drin?



 
Edda scheint noch nicht zufrieden, "du hast gesagt hier gibt's Bären, ich will sofort 'nen Bär. Oder wenigsten 'nen Hirsch, ich nehme auch 'nen Elch oder wie die Dinger heißen, ein Fuchs? Tu was, Schatz!
Und dann sind sie da, hinter der nächsten Kurve…







Hier ein Tipp am Rande, wollt ihr canadische Wildtiere sehen, gebt euch keine Mühe sie selber zu suchen, haltet nach parkenden Touristen Ausschau, wo die halten sind Tiere!
In diesem Falle gleich eine ganze Familie. Mama Hirsch (vielleicht Karibu?), Papa Hirsch, und drei Kinder-Hirsche mit Tupfen. Na, geht doch, wenn man nur rumquengelt.


 









Hoch befriedigt treibt es uns nach Hause, oh, Home sweet Home, wellcome steht auf unserer Plastik-Fußmatte, na, dann einen schönen Abend noch.

Für die Christen unter uns hier noch der Tip des Tages, gefunden vor einer presberitanischen Kirche und für mich das Motto für die Reise in Canada:
"There are some questions that cannot be answered by google"





Es grüßen euch ganz herzlich, die, die gerade nicht Besseres zu tun haben, als vorm Rechner zu hängen und sich erst am nächsten Morgen Gedanken machen müssen, was man den lieben langen Tag macht.

The New Canadians
Christian, Edda und Timon


Canadische Zeit: 23:01 Uhr, Mi. 03.07.2013

4 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Geile Aussicht!
Hatte es schon beim ersten Post kommentiert aber hier nochmal fuer Christian: Panther verlieren 8-9 n.P. in Augsburg.
Wuensche euch einen ueberragenden Urlaub!!! Enjoy it!!

karin hat gesagt…

das Fairmontsprings hotel in Banff ist ein Foto wert,meistens liegen vor dem Hotel auf der Wiese ein paar Hirsche .Auf dem Weg nach Banff kommt ihr am Spiraltunnel vorbei ,ist auch sehr sehenswert ,der Zug schaengelt sich durch den Tunnel im Berg hoch.In Alberta ist der Sprit billiger,wellcome to Alberta Karin und Stefan

Heike und Dirk hat gesagt…

Genau...stolpern, aufstehen, Krönchen richten und ....Banff genießen! Wie wäre es mit einer Fahrt mit der Seilbahn auf den Sulphur Mountain? Tolle Aussicht auf den Ort und die Umgebung garantiert. Und danach könnt Ihr in JEDEM Bett schlafen, versprochen. Viel Spaß weiterhin,
Heike & Dirk

Unknown hat gesagt…

Hi digger viele Grüße aus Erlangen dechsendorf
Auf dem Rückweg toscana Gardasee Richtung hometown indians Wünsche dir und Familie weiterhin einen geilen Urlaub viele Grüße von sonnengebraeunten helge und meike.have a nice time in canada