10.07.2013
Whistler - Squamish - Horseshoebay - Langdale - Sechelt - Halfmoon Bay
185 km zzgl. 10 Seemeilen Fähre
Nach einem anständigen, ausgiebigen Frühstück, (haltet sie satt und der Tag macht euch nicht platt) starten wir von Whistler in Richtung Squamish.
Berge in wunderschöner Landschaft begleiten uns auf unserem Weg und deutlich werden wir darauf hingewiesen, trinken ist nicht nur am frühen Morgen verboten, Bier und andere Alkokolika sind verschlossen im Kofferraum mitzuführen, die Polizei versteht da keinen Spaß.
Erster Halt auf unserer Tour heute, wir dürfen halten und fotografieren die Strecke heute ist nicht so lang, Shannon Falls. Fließend, hoch, natürlich inkl. Asiaten und Foto.
Die Sicht wird frei auf die ersten Fjorde, kalt blaugrünes Wasser, noch 51 Km bis Vancouver, aber hoh Brauner noch ist das nicht dran.
Und in absehbarer Zeit steuert unser Navi auf die Fährverbindung zu. Jetzt nur noch richtig einsortieren, sonst landen wir noch wer weiß wo. Einmal Sunshinecoast, bitte!
Und dann wieder das genuschelte Englich, äh, neunzehn? Nein, 92,70 Oupsss, alles klar, ist wohl ein weiter Weg da rüber oder wir kaufen Eigner-Anteile.
Wir stellen uns brav an, das kenne ich von anderen Fähren, jeder in seiner Schlange und dann nur kurzweilige 55 Minuten warten, gähn, aber welch Luxus, es gibt hier Fähr-WLAN.
Kein Wunder wenn die Geschäftsleute hier warten müssen...
Auf der Fähre schnell die Tier-Abschuss-Liste gezückt, Juchhu ein Seehund.
Die Überfahrt dauert eine ganze Stunde, gefühlt, es sind laut Fahrplan nur 40 Minuten, bei einer Durchsage murmelte eine Stimme etwas von technischer Probleme.
Na, ja ist fast zu langweilig, aber gilt doch auch für die Liste, oder? - Möwe!
Schön am Gitter festhalten es geht auch auf einem Schiff tief runter.
Inzwischen unser Lieblingssender, wenig Gelaber (würden wir ja eh nicht verstehen) aber geile Mucke. The Pulse ein überregionaler Radiosender.
Das Navi weiß noch nicht, dass wir schon auf der anderen Seite sind.
Lustige Autokonstruktionen würden den deutschen TÜV in den Wahnsinn treiben, hier ist das Alles kein Problem und jeder bastelt sich einen Dachgepäckträger aus Holz für die Kajaks.
Der letzte Ort, den wir durchfahren heißt Sechelt und ist wieder eine lustige Ansammlung der uns schon vertrauten Fastfood-Ketten, Tankstellen, Supermärkten und Hotels.
Entlang einer traumhaft schönen Küste, gesäumt mit Traumgrundstücken, bebaut mit Traumhäusern und -anwesen erreichen wir nach 13 Kilometern unser Hotel, bzw. Resort.
Das letzte Stück durch den Wald lässt uns wieder mal nichts Gutes erwarten, aber das war auch letztes Mal ein Trugschluss. Diesmal stoßen wir jedoch auf alte Holzhütten, das soll die 4Sterne-Unterkunft sein? Ok schnell noch mal im voucher nachgelesen, aha tierfreundlich bedeutet, es riecht in der kleinen Hütte nach feuchtem Hund vom Vorgänger. Es gibt ein winziges Bad mit Dusche, ca. 2,5 qm. Alles ist duster und irgendwie schief, abschüssig stehen wir mitten im Wald und mein Mann guckt ganz bedröppelt. Gerade auf diese Unterkunft hatten wir uns so sehr gefreut.
Es heißt schließlich Halfmoon Bay und da hat man ja Wunder für Vorstellungen. Im Internet sah das alles so vielversprechend aus, hm, was nun?
Ich erinnere mich an den Tipp von Nici, immer nach dem Update fragen. Also mutig vorran. Update versteht die nette Dame, warum es uns nicht gefiele? Wir sind von Frau Kniest verwöhnt worden, will ich antworten, lasse es aber mangels fehlendem Wortschatz.
Frag und sie machen alle deine Wünsche wahr, na geht doch, nach einigen Zimmerbesichtigungen wohnen wir nun im Haupthaus. Zimmer mit Seeblick und auf den schönen Pool, ein großer Kühlschrank, Wohnzimmer zum Tanzen, Kingsizebett für Sohnemann und mich, mein Mann auf der Schlafcouch und alles ist gut und billiger auch.
So nun drängeln die Beiden, es ist ja auch schon Mi., 10.07.2013 um 23:27 Uhr
Ps.: Sonnenuntergänge sind im Preis mit inbegriffen
Es grüßen Euch die Seelöwenbeobachter und Zimmerupdater
Christian, Edda und Timon
11.07.2013
Guten Morgen Deutschland,
gut geschlafen? Na, geht so, ich sehe echt zerknittert aus, jetzt ein anständige Frühstück. Christian und ich sitzen mit dem Apple Lexikon-Translator vor der Speisekarte und rätseln rum.
Körnerbrötchen mit Butter würden mir ja reichen, statt dessen beglückt uns der Küchenchef mit, Kartoffelpuffer, Zwiebeln, Champignons und roter Beete. Geht noch krasser: Waffeln mit porschierten Eiern, Tomaten und Sauce Hollandaise. Da vergeht einem Deutschen die Freude an einem ordentlichen Frühstück, diewohl wichtigsten Mahlzeit des Tages.
Körnerbrötchen mit Butter würden mir ja reichen, statt dessen beglückt uns der Küchenchef mit, Kartoffelpuffer, Zwiebeln, Champignons und roter Beete. Geht noch krasser: Waffeln mit porschierten Eiern, Tomaten und Sauce Hollandaise. Da vergeht einem Deutschen die Freude an einem ordentlichen Frühstück, diewohl wichtigsten Mahlzeit des Tages.
Mutige vor ich nehme die Porschies mit Waffeln. Timon bleibt schlauerweise im Zimmer und ratzt noch 'ne Runde, nicht die schlechteste Idee heute Morgen. Tapfer sind wir, bei Christian auf dem Teller sieht's ganz lecker aus.
Mein Magen rebelliert jetzt gewaltig, auf dem Weg um schon mal zu gucken wo die nächste Fähre abfährt und wie lange wir brauchen.
Lustige gelbe Schilder auf unserem Weg weisen auf Tümpel und gepanzerte Gesellen, die hier angeblich die Straße überqueren sollen.
An der Fährstation angekommen, 30 Minuten Schlangenlinien durch schönste Wälder Canadas, informieren wir uns auf der Übersichtskarte, eine freundliche Dame gibt bereitwillig Auskunft, ja, die Fähre fährt 8:15 Uhr, was bedeutet wir müssen pünktlich um 7.00 Uhr aufstehen.
Kosten vo ca. 95,- kommen auf uns zu und nachfolgend weitere 95,- auf der nächsten Fähre, die wir ebenfalls überqueren müssen.
An einem hübschen See darf Edda ein paar Fotos machen. Seerosen, alte Baumstämme, Blümchen, was will man mehr...
Wir erreichen einen alten Hafen. Egmont ist das was Touristenführer beschaulich nennen.
Unterwegs zurück bestaunen wir noch das was sich Leute in die Auffahrt hängen, cool, das ist Kunst und darf nicht weg!
Landschaftlich ist das hier ein Schmuckstück, leider sind die meinsten Grundstücke an der Halfmoon-Bay bebaut und der Zugang zum Wasser bleibt uns versperrt oder wir fahren 30 Meter neben dem Wasser, wo schon wieder tiefer Feenwald herrscht, wohin das Auge blickt, Farne, Moos, Seen, goldenes Licht und Tannen. Wunderschön.
Sogar ein Italienisches Lokal lädt zu Verweilen ein, leider zu weit weg um heute Abend zum Dinner zu kommen.
Der Blick ist doch cool oder, das ist nach meiner Vorstellung Canada, so wie ich es mir vorgestellt habe!
Danke, dass ihr gerade den Kopf nach rechts gekippt habt!
...und wieder zurück am Schildkrötenland...
Mama, die Pflanze ist für dich, die war riesig und wirklich schön.
...und wenn man ganz mutig ist kann man auch mit so 'nem Wasserflugzeug Rundtouren machen (das ist nur ein kleines Model, nicht dass noch einer sagt ich will betrügen).
Dann kommen wir an einem Restaurant vorbei, dass uns heute noch beeindrucken wird. "The Grasshopper Pub". 8 Minuten Richtung Fähre von unserem Hotel entfernt.
Also schon mal vormerken für Dinner.
Zurück in unserem Hotel legen wir eine kleine Siesta ein, Computer und Schlafen können ja auch Urlaub sein.
Oh, noch einmal auf unsere tierische Liste zurückgekommen, Timon hat heute morgen einen Waschbären vor der Tür gesehen. Leider war das Tierchen schneller als die Kamera.
Nun zu meinen tierischen Begegnungen, wir hatten schon am gestrigen Abend erfolgreich 2 Megamücken gejagt und ohne Waffenschein erlegt, mit dem Canada-Reiseführer an dem jetzt canadische Blut klebt, hoffentlich lassen sie uns Verbrecher wieder nach Deutschland einreisen.
Heute Morgen erwachte ich mit einer ausgewachsenen Stichansammlung auf meiner rechten Kehrseite, boah was juckt das denn so. Und da sind auch so viele am Fuß, ey geht ja gar nicht, rechte Kehrseite auch, och nöööö! Wir hammse doch erschlagen, oder?
Tief verankert in jedem Kind sind die Dinge, die Mama und Papa ihnen in ihrer Kindheit beibrachten, in meinem Hinterkopf war tief vergraben: drei Stiche in Reihe sind keine Mücken... panikartig habe ich gegoogelt.
Na, Wiki sei dank war ich Sekunden später schlauer und entsetzter - etwa Flöhe????
Ok beißen immer in Reihe, schon kratzt es die ganze Familie, hähä. Jetzt erst mal die Ganzkörperdusche und das gute Kodan aus good old Germany, hilft gegen Bakterien - hilft sicher auch gegen alles Andere. Großflächig ins Bett, kann ja nicht schaden.
Also, wenn dem so sein (was ich immer noch nicht glaube) dann dürfen die Tierchen auch auf die Canada-Abschuss-Liste, aber zwingt mich bitte nicht zu einem Foto.
Dann das Highlight des Tages unser Grashüpfer-Restaurant. Wir betreten die coole Bar, suchen uns einen Tisch am offenen Fenster zum Balkon mit Bick auf...
da ist auch schon die kleine Bedienung am Tisch, was willse? Licence, hä?
Timon versteht als Erster, wir sind in Begleitung eines Minderjährigen unter 19 und befinden uns im direkten Zugang zu Alkohol, das geht nicht und wir werden freundlich in das anliegende, weit weniger coole Familienzimmer gelotst. OK, wir fühlen uns degradiert. Aber wir haben reichlich Hunger. Die nachfolgende Speisekarte ist beachtlich an Umfang. Wir verstehen fast Alles und treffen schnell eine Wahl.
Resümierend kann ich sage 5 von 5 Sternen für das Essen, riesige Portionen, super Qualität und Preis, im vorderen, nicht Familienzimmer-Teil echt coole Atmosphäre mit Poolbilliard und Bar, Fernseher und Jachthafenblick.
Der leckerste Wrap, den ich je gegessen habe.
Und der Burger war auch klasse! Sieht ein bisschen klein aus, war aber größer als bei einschlägigen Fastfood-Ketten und um Längen leckerer.
Und wer lesen kann, ist deutlich im Vorteil, die Schilder habe ich erst nachher gesehen, beim Verlassen der Lokalität.
Und so gehen wir sehr gesättigt in die Nacht und früh ins Bettchen, denn Morgen geht es zeitig raus.
Herzliche Grüße
Christian, Edda und der Timon
Das ist unser Tag 12 und 13


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen